Sammlungen

Karte Sammlungen im Walgau

  • Archiv Göfis, Karl Lampert
  • Bienenmuseum, Nenzing-Beschling, Edith Berchtold
  • Foto- und Handwerkssammlung, Raggal, Guido Burtscher
  • Handwerksammlung Wucher, Ludesch, Alexandra und Christian Wucher
  • Handwerksgeräte, Ludesch, Othmar Gmeiner
  • Kunstsammlung, Nenzing, Karlheinz Pichler
  • Landschaftsaufnahmen vom Walgau, Nenzing, Dr. Hans Burtscher
  • Metzgerei, Schnifis, Theodor Kohler
  • Motorradmuseum, Feldkirch-Gisingen, Elmar Wehinger
  • S´Radiomuseum im Goaszipfel, Feldkirch, Karlheinz Mallinger
  • Schlosserei, Gemeinde Schnifis, Manuel Hartmann (Hausbewohner)
  • Schusterwerkstatt, Schnifis, Chistian Amann
  • Sprechmaschinen, Uhren, indigene Sammlung, Frastanz, Reinhard Häfele
  • Stadtmuseum Bludenz, Werner Hämmerle
  • Tabakmuseum, Frastanz, Harald Ludescher
  • Villa Falkenhorst, Thüringen, Markus Winsauer-Winkler
  • Wagnerei, Skiproduktion, Nenzing, Otto Schallert
  • Walsermuseum, Sonntag, Marlies Dobler

 

Inventarisierungen der Sammlungen

Drei Sammlungen konnten bereits mit Unterstützung der Kulturabteilung des Landes inventarisiert werden.

Sammlung Othmar Gmeiner/Ludesch

Gmeiner  Gmeiner_Sammlung
Fotos: Sarah Schlatter

Die Sammlung wurde im Sommer 2014 mit Unterstützung der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg inventarisiert und die Daten in die M-Box eingespeist.

Der Sammler
Othmar Gmeiner interessierte sich schon früh für alte Geräte im eigenen Haus. Bald begann er auch zur Ludescher Geschichte zu sammeln und betätigte sich als Orts-Chronist. Durch seine vielseitigen Interessen hat sich Othmar Gmeiner mittlerweile ein umfassendes Wissen über die Verwendung historischer Arbeitsgeräte angeeignet.

Die Sammlung
Schon sein Vater mahnte Otmar Gmeiner, die alten Geräte zu bewahren. Diese waren bereits für seine Vorfahren unverzichtbar: für Milchwirtschaft und Weinbau, für die Zimmerei oder zum Schnapsbrennen. Und so sammelte sich auf dem ausgebauten Dachboden eine immense Vielfalt an historischen Objekten an. Durch Schenkungen und Leihgaben wurde die Sammlung laufend ergänzt. Heute ist die Sammlung als Privatmuseum zugänglich.

Sammeln als Dokumentation der Vielfalt
Othmar Gmeiners Sammelleidenschaft kennt keine Grenzen: „Ich nehme gar alles, es wird einfach alles aufbewahrt, weil es frisst kein Heu.“ Mit dieser Haltung möchte Othmar Gmeiner der Vergangenheit Raum geben und auf das vielseitige Können der Vorfahren aufmerksam machen. Im Zentrum seines Interesses stehen dabei die Vielfalt an Arbeitsgeräten und der Umfang an heute nicht mehr bekannten Gebrauchsgegenständen.

 

1. Vlbg. Bienenmuseum/Beschling, Museumsbetreiberin: Edith Berchthold

Berchthold   BienenmuseumFotos: Sarah Schlatter

Die Sammlerin

Bereits als Kind entdeckte Edith Berchtold ihre Faszination für Bienen. Später hielt sie neben der Landwirtschaft bis zu 70 Bienenvölker. Zudem engagierte sich Edith Berchtold als Obfrau und Chronistin im Bienenzuchtverein Beschling. Eine Bienenallergie ihres Sohnes zwang sie schließlich, sämtliche Bienenvölker abzugeben. 2005 entschloss sich Edith Berchtold, eines der Bienenhäuser in ein Museum umzuwandeln, um auf diese Weise die Faszination der Bienenkunde und Imkerei weitergeben zu können.

Die Sammlung

In der Familie Berchtold wird seit vier Generationen geimkert, die meisten Geräte und Objekte sind immer noch erhalten. Einige Objekte stammen von Imkern aus der Region, teilweise aus der Tauschbörse im Regionalradio.

Die ältesten Objekte in Berchtolds Bienenmuseum sind über 100 Jahre alt. Wie viele Objekte die Sammlung genau umfasst, kann Edith Berchtold nicht sagen. Dennoch ist sie sicher, dass sie das Fehlen auch nur eines ihrer Sammlungsstücke schnell bemerken würde.

Sammeln als Bildungsauftrag

Edith Berchtolds Bemühungen sind Resultat ihrer Beobachtung: „Früher hatten die Bienen einen hohen Stellenwert. Heute tritt man sie mit Füßen.“ Umweltbelastungen, Veränderungen in der Landwirtschaft und nachlassendes Interesse der Menschen begünstigen ein weltweites Bienensterben.

Wohl auch deshalb hat sich Edith Berchtold zum Ziel gesetzt, mit ihrem Anliegen möglichst viele Menschen zu erreichen. Sie kontaktiert Bildungseinrichtungen und bietet Führungen an, entwickelt museumspädagogische Programme für Kinder und beteiligt sich aktiv an der „Langen Nacht der Museen“.

 

Skiwerkstatt und Wagnerei Schallert/Otto Schallert, Nenzing

Otto_Schallert SkiwerkstattFotos: Sarah Schlatter

Der Sammler

Otto Schallert hatte früh in der väterlichen Wagnerei mitzuhelfen: „Schon als Schüler musste ich Schi biegen.“ Schallert ging beim Vater, den er als überaus streng, aber überdurchschnittlich talentiert beschreibt, in die Lehre. Bis in die 1960er Jahre führte er die Werkstatt dann selbst weiter. Heute führt Otto Schallert Schulklassen und Interessierte gerne durch die alten Räume.

Die Sammlung

Herzstücke der Wagnereiwerkstatt sind eine Bandsäge und eine Gattersäge, die Otto Schallerts Vater selbst gebaut hat. Die beiden Sägen sind bis heute funktionstüchtig. Einst wurden in der Wagnerei Schlitten, Rodeln, Wagenräder und Werkzeugstiele hergestellt. Ab den 1920er Jahren spezialisierte sich der Vater zusätzlich auf die Herstellung von Schiern. Um das alte Handwerk umfassend zu dokumentieren, sind in Otto Schallerts Werkstatt neben verschiedenen Schimodellen exemplarisch auch einzelne Wagnereiprodukte zu sehen.

Bewahren Einer Handwerks- und Familiengeschichte

Mit seiner Schauwerkstatt hält Otto Schallert das Erbe seines Vaters hoch. Nach Anleitung von Schipionier Hannes Schneider entwickelte und baute Vater Schallert Schier, die zu Meilensteinen der Schigeschichte geworden sind. Dieser Wagnerwerkstatt kommt damit in zweifacher Hinsicht die Bedeutung eines historischen Ortes zu: Sie ist Schauplatz längst vergessenen Handwerkswissens und eine der staubigen Wiegen österreichischer Schigeschichte.

Filmdokumentation „Servus TV“:

 

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