Leitbild

Das Leitbild ist noch nicht ausgearbeitet. Stattdessen ein Text über die Vereinsarbeit von Christof Thöny, erschienen im „museum magazin“ des Vorarlberger Landesmuseumsverein 2012/Nr. 2

Kulturgütersammlung Walgau – Kooperation regionaler Museen und Sammlungen

Zu den vier international definierten Kernaufgaben eines jeden Museum zählt das Sammeln. Doch gerade dieser Tätigkeitsbereich stellt regionale Museen vielfach vor große Herausforderungen, denn schließlich fehlt es oft am nötigen Platz zur Anlegung größerer Depots. Fehlende finanzielle Voraussetzungen und Strategien tragen das Ihrige dazu bei, gezielte Sammlungstätigkeit entfalten zu können. Diesen Umständen entsprechend und der Tatsache Rechnung tragend, dass gerade Kulturgütersammlungen eine wichtige Funktion in der Bildung regionaler Identität zufällt, bemüht sich ein neuer Verein im Walgau um die Vernetzung bestehender privater und öffentlicher Sammelinitiativen.

Ausgangssituation

In einem dreijährigen Prozess – initiiert vom Land Vorarlberg und den Gemeinden – wurde im Walgau zwischen 2009 und 2011 ein Regionales Entwicklungskonzept erarbeitet. Begleitet wurde diese Tätigkeit von konkreten Projekten und Kooperationen in der Region, die bewusst forciert und umgesetzt wurden. Unter anderem galt ein besonderes Augenmerk den zahlreich vorhandenen Sammlungen und Museen im Walgau. Dabei stellte Projektleiter Manfred Walser fest, dass diese „mit großem Engagement gehegt und gepflegt werden – vom privaten Motorradmuseum in Feldkirch über die militärgeschichtliche Ortssammlung Schnifis bis zum Bienenmuseum in Beschling.“ Weitere private Sammlungen, überwiegend zu Themen des alten Handwerks, können derzeit aus Mangel an Räumlichkeiten und finanziellen Möglichkeiten nicht der Öffentlichkeit präsentiert werden. Eine Vernetzung der Initiativen wurde bislang weitgehend vernachlässigt, schien doch jeder mit seiner eigenen Aufgabe mehr als ausreichend beschäftigt zu sein.

Vernetzung und Vereinsgründung

Im Rahmen des Prozesses „Regionalentwicklung im Walgau“ wurde der Bedarf einer verstärkten Kooperation der Vertreter von öffentlichen und privaten Museen und Sammlungen erkannt, weshalb in verschiedenen Sitzungen eine Strategie der zukünftigen Vernetzung entwickelt wurde. Dies und die akut vorherrschende Platznot bewogen die beteiligten Institutionen dazu, die Gründung eines Vereins anzustreben, welcher zukünftig die Trägerschaft für die Umsetzung konkreter Maßnahmen bilden sollte. Die Gründungsversammlung ging am 7. Dezember 2010 im Gasthof Rössle in Nenzing über die Bühne, bei der Helmut Schlatter (Artenne Nenzing) zum Obmann gewählt wurde. In der Folge erarbeiteten die Vorstandsmitglieder und Regionalentwickler Manfred Walser konkrete Ziele für die zukünftige Vereinstätigkeit.

Aufgaben des Vereins

Zunächst wurden drei wesentliche Aufgaben des neuen Vereins „Kulturgütersammlung Walgau“ definiert: Als Trägerschaft sollte dieser eine Plattform für die Vernetzung aller Sammler, Museumsbetreiber und Archivare im Walgau bilden. Gleichzeitig wird der gemeinsame Auftritt in der Öffentlichkeit durch geeignete Maßnahmen gesucht, um das regionale Kultur-Bewusstsein zu fördern. Besonders wichtig ist den Verantwortlichen die Schaffung eines Depots mit entsprechender Infrastruktur und personeller Ausstattung zur Sicherstellung der Dokumentation des regionalen Kulturerbes im Walgau. Dabei steht nicht die Schaffung eines eigenen Walgau-Museums, sondern vielmehr die Bewahrung der Exponate für die Zukunft und für Ausstellungen in den jeweiligen Gemeinden bzw. Museen im Vordergrund. Im Bewusstsein, dass im Walgau noch viele historische Gebäude, Betriebsstätten und Sammlungen vorhanden sind, welche bisher noch nicht dokumentiert wurden, soll der Blick zukünftig auch verstärkt auf solche noch nicht beachtete „Schätze“ gerichtet werden. Im Hinblick auf die Bedeutung für die Identität der Region ist im Laufe der Zeit der Charakter der „Kulturgütersammlung“ an die Stellte des reinen „Museumsdepots“ getreten.

 

Hier sei auch auf das Sammlungskonzept 2015 hingewiesen.

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